Kolumne taz.die tageszeitung - Drei von Einem

Drei von Einem - Dreierlei von der Tomate

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Tomaten, Paradeiser, Liebesäpfel! Wahrscheinlich Europas liebstes Gemüse. Das ist erstaunlich, weil man unter diesem Namen meist nur schnittfestes Wasser in normierter grünroter Kugelform erhält. Geschmack: null. Sortenname? Keine Ahnung. Und das, obwohl es an die 200.000 Sorten gibt.

Drei von Einem - Dreierlei von der Karotte

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Es lebe die Karotte! Sie lebe hoch! Karotten sind das unterschätzteste Gemüse der Welt! Karotten wachsen so gut wie überall, haben lange Saison, kann man gut aufheben, lange und frisch in Sand verbuddeln, sind unendlich in ihrer Vielzahl (gelb, violett, rot, krumm, klein,dick und dünn) und schmecken so gut wie jedem.

Drei von Einem - Dreierlei vom Pfifferling

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Selbst Leute, die Pilze eigentlich nicht mögen, essen gern Pfifferlinge. Oder, wie der Ösi sagt, Eierschwammerln. Sie schmecken einfach nur wenig nach diesem erdigen, schweren Aroma, das Steinpilze oder Maronen haben. Ich mag sie alle. Aber besonders eben die Eierschwammerl, die einem im Wald schnell ein Erfolgserlebnis bescheren, weil man sie so gut erkennt.

Drei von Einem - Dreierlei vom Spargel

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Spargel war früher – sowie Austern–ein Essen der armen Leute. Jeder Bauer mit sandigem Boden im Garten oder im Feld hatte eine Reihe. Spargel war eines der ersten Gemüse, das nach einem langen Winter wuchs, und manch einer konnte ihn schon bald nicht mehr riechen, geschweige denn genüsslich verzehren. Da nutzte es auch nichts, den Spargel einfach länger wachsen und grün werden zu lassen.

Drei von Einem - Dreierlei von der Marille

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Hurra! Die ersten Marillen sind endlich da! Lang hat es gedauert – das nasskalte Wetter war schuld. Die Österreicher und die Süddeutschen haben es besser: Je wärmer das Klima, desto saftiger die Marille. Meine Lieblingsmarille heißt „die Schöne von Ungarn“ und hat „zartrote Backerl“, wie der Wiener sagt. Marillen eignen sich hervorragend als Beilage zu Wild oder Kaninchen, als Chutney oder um den edlen Schampus in pürierter Form aufzupeppen. Ich mag sie aber gern ganz klassisch.