Tipps und Tricks

Küchentipps

  • Was bedeuten die Abkürzungen auf den Eiern?

    3 steht für Eier von Hühnern aus Kleingruppenhaltung, 2 für Bodenhaltung im Stall und 1 für konventionelle Freilandhaltung. 0 steht für Eier von Bio-Hennen. Die nachfolgenden Buchstaben stehen für das Erzeugerland, also DE für Deutschland. Am Besten Sie kaufen Eier mit dem Aufdruck 0-DE, dann können Sie sicher sein, dass im Ei keine Farbstoffe oder Medikamentenrückstände enthalten sind und die Legehennen zu jeder Jahreszeit Tageslicht und frische Luft bekommen.

  • Das Einwecken von frischen Lebensmitteln ist eine schöne Möglichkeit auch im Winter Gutes zu genießen. Was sollte man beim Einkochen beachten?

    Selbsteingemachtes zu produzieren macht große Freude, sich selbst und auch den Lieben, die Sie damit beschenken können. Denken Sie aber daran, unbedingt nur frische, vollreife, gewaschene und geputzte Früchte und Gemüse zu verwenden. Faule oder braune Stellen sollte man sorgfältig herausschneiden. Ernten Sie nicht bei oder kurz nach dem Regen, sonst ist die Gefahr sehr groß, dass das Einmachgut zu nass ist und schimmelt. Auch die Arbeitsgeräte und Einmachgläser müssen absolut sauber sein, damit Bakterien, Hefen oder Schimmel keinen Nährboden finden. Beim Einmachen werden die Lebensmittel auf 70 bis 90 °C erhitzt, so sterben die schädlichen Mikroorganismen ab und der Zerfallsprozess wird verlangsamt. Auch Marmeladen und Gelees müssen unbedingt ausreichend lang sprudelnd kochen, damit sie nicht verderben.

  • Wie paniert man ein Schnitzel richtig?

    Zuerst wird das Schnitzel mit einem breiten Messer oder einem Fleischklopfer plattiert. Achten Sie darauf, dass der Fleischklopfer keine Noppen hat, die würden die Struktur des Fleisches zerstören. Jetzt verquirlen Sie noch in einem tiefen Teller Eier mit etwas Salz und schon kann das Panieren beginnen. Wenden Sie zunächst das Schnitzel gleichmäßig von beiden Seiten in Mehl und klopfen Sie das überschüssige Mehl leicht ab. Ziehen Sie es dann durch das verschlagene Ei und wenden es in Semmelbröseln. Jetzt ist das Schnitzel fertig um es in reichlich Schmalz auszubacken. Sparen Sie nicht an Schmalz, das Schnitzel muss schwimmen!

  • Wie lagert man frisches Gemüse richtig?

    Gemüse sollte nicht zu lang, nicht zu hell und bei den richtigen Temperaturen gelagert werden. Die meisten Gemüsesorten und Blattsalate lagern am Besten bei 5 °C im Gemüsefach des Kühlschranks. Wer kein extra Gemüsefach hat, wickelt sie in feuchte Geschirrtücher ein und legt sie möglichst weit unten in den Kühlschrank. Bei Knollengemüse mit Grün sofort die Blätter abschneiden, sie ziehen beim Lagern die Feuchtigkeit aus den Knollen. Tomaten dagegen mögen es wärmer, sie dürfen nicht in den Kühlschrank.

  • Oft ist es schwierig alle frischen Kräuter zu bekommen die man braucht. Ist es auch in Ordnung getrocknete oder tiefgekühlte Kräuter zu verwenden?

    Viele der alten Würzkräuter, wie Vogelmiere, Borretsch oder Löwenzahn haben noch nicht den Weg auf unsere Grünmärkte gefunden, sie bleiben denen vorbehalten, die auf einer naturnahen Wiese ernten können. Nur die wenigsten Kräuter behalten im getrockneten Zustand ihre Würzkraft, wie etwa Rosmarin und Thymian. Alle anderen Kräuter können Sie für den Winter einfrieren oder tiefgekühlt kaufen. So sind sie oft aromatischer als die im Winter in Treibhäusern gezogenen.

  • Welche Öle sollten in keiner Küche fehlen und was sollte ich beim Kauf eines Öls beachten?

    Ein gutes Olivenöl ist in vielen Fällen der passende Küchenhelfer. Es lässt sich erhitzen und findet deshalb nicht nur in der kalten Küche Verwendung. Zum Anbraten von Fisch und Meeresfrüchten oder Rind und Wild eignet sich weißes, bzw. rotes Traubenkernöl besonders gut. Suppen und Salate, aber auch Desserts lassen sich mit kaltgepressten Ölen verfeinern. Kürbiskernöl, Leinöl, Mohn- und Mandelöl schmecken zum Beispiel sehr aromatisch und haben durch ihren hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Kalt gepresst und aus der ersten Pressung sollten alle Pflanzenöle sein. Achten Sie auch auf natürliche Herstellungsverfahren der Öle, da durch die herkömmlichen Extraktionsverfahren die Umwelt belastet und bei hohen Temperaturen Vitamine und andere Biostoffe im Öl zerstört werden.

Backtipps

  • Wie verhindere ich, dass Kipferl brechen?

    Vanille- und Schokokipferl sind sehr zerbrechliche Gebäckstücke, wenn sie heiß aus dem Ofen kommen. Vor dem Wenden in Zucker sollte man die Kipferl immer kurz abkühlen lassen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man die Kipferl mit einer Palette vorsichtig auf einen mit Zucker ausgestreuten Teller legt und sie mit einem Löffel mit Zucker bestreut.

  • Was mache ich, damit meine Makronen nicht in die Breite laufen oder hart werden?

    Wenn Makronen in die Breite laufen, waren oft die Eier sehr groß. Heben Sie deshalb bei großen Eiern immer noch etwas zusätzliche Nüsse oder Kokosraspel unter die Masse. Damit die Makronen nicht zu hart werden, aber auf keinen Fall zu viele Nüsse oder Raspel unterheben. Die Masse sollte immer möglichst weich aber stabil sein. Sobald die Oberfläche der Makronen getrocknet ist, nimmt man sie aus dem Ofen. Gut gelungen sind sie, wenn sie außen knusprig aber innen weich sind.

  • Wie verhindere ich, dass Mürbeteig-Plätzchen bitter schmecken?

    Beim Plätzchen backen spielt die Zeit eine entscheidende Rolle. Oft schmecken die Plätzchen schon bitter wenn sie nur eine Minute zu lang im Ofen waren. Behalten Sie Ihre Plätzchen beim Backen genau im Auge und nehmen Sie sie aus dem Ofen, sobald sie hellbraune Ränder bekommen. Lassen Sie die Plätzchen dann nicht auf dem heißen Blech liegen, sondern ziehen Sie sie samt Backpapier herunter. So garen sie nicht weiter.

  • Woran liegt es wenn der Hefeteig nicht aufgeht?

    Man sollte möglichst frische Hefe verwenden. Kurz vor dem Verfallsdatum hat sie schon einiges an Triebkraft verloren. Auch wenn die Hefe mit zu heißer Flüssigkeit in Berührung kommt, werden die Hefepilze zerstört. Die Reaktionsfähigkeit der Hefe kann auch beeinträchtigt werden durch zu viel Salz und Fett, z.B. wenn Sie die Zutaten in einer Schüssel vermengen und dabei zu viel Butter direkt auf die Hefe gelangt. Ist der Hefeteig erst mal fertig gerührt, muss er noch an einem warmen Ort gehen. Dazu decken Sie ihn mit einem Küchentuch ab und achten darauf, dass die Schüssel nicht der Zugluft ausgesetzt ist. Zur Not stellen Sie den Hefeteig einfach in den ausgeschalteten Ofen.

  • Warum bricht Mürbeteig nach dem Backen so leicht und was ich kann ich tun, um das zu verhindern?

    Mürbeteig sollte man immer in der Form abkühlen lassen und nur den Springformrand entfernen, damit der Kuchen „lüften“ kann. Etwas abgekühlt ist die im Teig enthaltene Butter stabiler und der Kuchen lässt sich ohne großes Risiko von der Form auf den Kuchenteller schieben. Auch Vanille- und Schokokipferl brechen leicht wenn man sie nach dem Backen in Zucker wälzt. Deshalb die Kipferl vor dem Wenden auch kurz abkühlen lassen oder nur auf den Zucker setzen und mit einem Löffel von oben mit Zucker bestreuen.

  • Was muss ich bei der Zubereitung eines Rührteiges beachten?

    Mehl, Backpulver und eventuell Gewürze, Nüsse oder Schokolade werden mit schaumig geschlagenen Eiern, Butter und Zucker zu einem lockeren Rührteig vermengt. Nehmen Sie nicht zu viel Backpulver, am Besten Weinstein-Backpulver aus dem Reformhaus. Dann wird der Rührteig vielleicht nicht ganz so fluffig, schmeckt aber besser. Zu viele schwere Zutaten wie Butter oder Schokolade oder zu wenig Eier können der Grund dafür sein, dass der Kuchen nicht richtig aufgeht. Um zu testen ob der Kuchen fertig ist, machen Sie die Stäbchenprobe. Stechen Sie mit dem Holzstäbchen in die dickste Stelle des Kuchens. Klebt kein Teig mehr daran ist der Kuchen fertig.

  • Wie mache ich den perfekten Palatschinken/Pfannkuchen?

    Der erste Pfannkuchen wird meistens nichts, da müssen Sie sich keine Sorgen machen. Aber damit die Nachfolgenden besser gelingen, gibt es ein paar kleine Tricks zu beachten: um die richtige Konsistenz des Teiges hinzubekommen, lassen Sie ihn 15 Minuten quellen. Geben Sie nicht zu viel Mehl dazu, sonst wird der Palatschinken beim Backen zu hart. Für das Backen benutzen Sie immer eine beschichtete Pfanne und etwas Fett. Die Hitze darf nicht zu hoch aber auch nicht zu niedrig sein, sonst wird der Pfannkuchen schlabbrig.

  • Wie schafft man es, die Biskuitrolle beim Aufrollen nicht zu zerbrechen?

    Der Teig muss auf einem, mit Backpapier belegtem Backblech gebacken und anschließend auf ein gezuckertes Geschirrtuch gestürzt werden. Der Trick ist, die noch warme Teigplatte nun mit Zucker zu bestreuen und mit dem Tuch noch ungefüllt aufzurollen. Als nächstes das Biskuit kurz abkühlen lassen und wieder „entrollen“ und füllen. Nun kann die Biskuitrolle wieder aufgerollt und beim Servieren problemlos geschnitten werden.

  • Was muss ich tun, damit mein Biskuit nicht zusammenfällt nach dem Backen?

    Der Eischnee muss richtig steif geschlagen werden und nach der Zugabe des Eischnees zum Teig darf nicht mehr zu stark gerührt werden. Ist die Masse einmal fertig, sollte sie so schnell wie möglich gebacken werden. Außerdem darf nur der Boden der Backform eingefettet werden, sonst „rutscht“ der Rand zusammen. Und: Bis kurz vor Ende der Backzeit die Ofentür nicht öffnen!

  • Mein Kuchen hat leider manchmal einen chemischen Nachgeschmack. Was muss ich anders machen?

    Nicht zu viel Backpulver oder einfaches Backpulver verwenden. Nehmen Sie Weinstein-Backpulver aus dem Reformhaus oder Naturkostladen. Bei Kuchen mit wenig Backpulver aber ausreichend Eiern im Teig können Sie das Backpulver reduzieren oder ganz weglassen. Dann wird der Kuchen eventuell nicht so luftig, schmeckt aber besser. Backpulver immer mit dem Mehl mischen und sieben, damit sich keine Backpulverklümpchen in den Teig verirren können.